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Das Wichtigste sind für mich meine Familie, also mein Mann und meine Kinder und meine wenigen aber dafür umso wertvolleren Freunde. Ich koche leidenschaftlich gerne, ich lese leidenschaftlich gerne und und erfülle mir gerade meinen Traum vom Schreiben. Mittlerweile habe ich drei Kinderbücher veröffentlicht, schreibe an einem Gemeinschaftskrimi, an einem Thriller und plane das nächste Kinderfantasy-Buch. Ich liebe es zu reisen und ich liebe Sonne...und...und ...und

Donnerstag, 19. Januar 2017

Ausgezogener Apfelstrudel (Variante: Ivanka-Apfelstrudel)

Wir, vor allem die Kinder, lieben den echten ausgezogenen Apfelstrudel, wie ihn noch unsere Mütter und Großmütter gemacht haben.

Aus dem alten Originalrezept hat sich bei uns in der Familie der "Ivanka-Apfelstrudel" eingebürgert. Die Ivanka-Variante ist nach einer ehemaligen Nachbarin benannt. Ivanka hat den Strudel immer so zubereitet und uns gelegentlich damit verwöhnt. Mittlerweile ist sie verzogen und ich mache ihn seitdem selbst.

Die Fülle ist Geschmackssache, viele lieben sie süß, ich habe sie gerne mit wenig Zucker und mit säuerlichen Äpfeln, dafür machen wir gelegentlich die Ivanka-Variante. Da gibt dann der Sirup die Süße dazu und sonst gibt man vor dem Servieren einfach Staubzucker obenauf. Manche geben in die Fülle Rosinen, meine Tochter und ich mögen aber keine Rosinen. Wer welche dazugeben möchte, sollte die Rosinen ca. 1  Stunde zuvor in Rum oder Orangensaft einlegen.

Das Originalrezept geht wie folgt:

Für den Teig:
30 dag Mehl
2 EL Öl
1 schwacher TL Salz
ca. 150 ml lauwarmes Wasser

zerlassene Butter ca. 12 dag
1 versprudeltes Ei zum Bepinseln

Fülle:
1,5 kg kleingeschnittene (feinblättrig) säuerliche Äpfel - unbedingt mit Zitronensaft beträufeln während des Schneidens
2 EL brauner Zucker
Zimt nach Geschmack, etwas Nelkenpulver wer mag (außer mir mag das Nelkenpulver leider keiner - seufz)
3 EL gemahlene Nüsse oder Nusstücke - wer mag



Für den Teig Mehl mit Salz mischen, Öl ins Wasser geben und langsam soviel Wasser-Öl-Mischung einkneten, dass der Teig eine geschmeidige, glatte Kugel wird. Es dürfen keine Knötchen drinnen sein. Danach den Teig mit ein wenig Öl bepinseln, abdecken und ca. 1 Stunde bei Zimmertemperatur rasten lassen.

Ein Tischtuch auflegen, bemehlen und darauf den Teig zuerst ausrollen, soweit es gut geht, dann den Teig mit 1 EL zerlassener Butter (lauwarm) bepinseln und 10 Minuten warten. Erst dann vorsichtig immer im Kreis herum ausziehen bis er so dünn ist, dass man eine darunterliegende Zeitung lesen könnte - Idealfall. Der Teig darf nicht reißen, das Bepinseln mit 1 EL Butter ist ein Trick, damit auch Ungeübten das Ausziehen des Strudels leichter gelingt.

Danach den ausgezogenen Strudelteig großzügig mit zerlassener Butter bepinseln, mit der Fülle belegen (auf drei Seiten 5 cm Rand lassen), links und rechts die Ränder einschlagen und bei der bis zum Rand belegten Seite beginnend, den Teig einrollen. Mit dem versprudelten Ei bepinseln.

Bei 180 Grad Heißluft 40-45 Minuten auf einem Blech (Backpapier) backen. Schmeckt lecker egal ob lauwarm oder kalt, mit Staubzucker bestreut und wer serviert ihn mit warmer Vanillesauce.
 
Schnelle Teigvariante:
Aber auch wenn man keine Lust oder Zeit hat den Teig zu machen, gibt es eine Möglichkeit für diesen Strudel. Die schmeckt zwar nicht ganz so perfekt, ist aber dafür narrensicher und schnell. Ich kaufe dann Filo-Teig-Blätter (Baklava-Teig) in unserem türkischen Supermarkt. Die Teigblätter legt man Schicht für Schicht auf und bepinselt jede Schicht mit zerlassener Butter. Eine Packung reicht meistens für 2 Strudel. Es ist eine tolle Variante, wenn man mal keine Zeit hat.
Der Fertigteig ist etwas schneller fertig - da reichen meist 35-40 Minuten Backzeit



Ivanka-Variante des Strudels

300 ml Wasser
370 g Zucker (ich nehme meistens braunen Zucker)

Die Mischung aufkochen und 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze zu Sirup kochen. BITTE VORSICHT - Zuckersirup ist sehr gefährlich. Wer Zuckersirup raufbekommt erleidet schwersteVerbrennungen und muss sofort zum Arzt.

Für die Ivanka-Variante braucht man ein tiefes Blech (Kuchenblech 5 cm Tiefe mindestens). Das Blech befetten und den Strudel darauflegen (nicht mit Ei bepinseln). Bei 180 Grad Heißluft den Strudel 30 Minuten backen, dann den Strudel mit dem Zuckersirup übergießen und nochmal 10 Minuten bei 200 Grad. Bitte aufpassen, der Strudel darf nicht zu dunkel werden, dann wird der Zuckersirup nämlich bitter. Ein schönes Goldbraun ist perfekt.

Den Strudel herausnehmen, leicht überkühlen lassen und lauwarm servieren. Er schmeckt auch am nächsten Tag köstlich, wenn der Zuckersirup den ganzen Strudel durchdrungen hat.


Guten Appetit und liebe Grüße,
Eure Katharine



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